Epson 

 

· Allgemeines zur Befüllung von Epson-Patronen:
In den Handbüchern findet man den Hinweis, dass die Patronen erst aus der Halterung zu entnehmen sind, wenn diese vollständig entleert sind. Dieser Hinweis hat folgende Bewandtnis: Eine neue Patrone ist auf der Unterseite mit einer Folie versiegelt, diese wird vom Halter automatisch aufgestochen, wenn man sie zum erstenmal einlegt. Refillte Patronen oder noch volle Originale, die aus dem Drucker genommen wurden, können unter Umständen im Auslaufbereich etwas Luft enthalten. Da die Tinte aus den Patronen abgepumpt wird, dehnt der erzeugte Unterdruck diese Luftblase nur aus. Im Gegensatz zu Luft kann die Tinte so gut wie nicht durch Unterdruck ausgedehnt werden. Sollten bei Ihnen ein derartiges Problem auftreten, benutzen Sie die Selbstreinigungsfunktion des Druckers. Eben so gut ist es, durch mehrmalige leichte Klopfbewegung an der Patrone, das Problem zu beseitigen. 

· Wichtiger Hinweis: 
Es ist unbedingt notwendig, die Auslassöffnungen der Patrone beim Wiedereinsetzen in den Drucker zugeklebt zu lassen, da ansonsten die Tinte herausläuft. Beim Einsetzen in die Halterung wird das Klebeband an den erforderlichen Stellen automatisch durchstoßen!!! 

· Epson Stylus 800/1000

Auch hierbei handelt es sich um eine schwammbefüllte Patrone, der die ganze Kammer ausfüllt. Im Boden der Cartridge befindet sich die Auslauföffnung, die von innen her durch einen Metallfilter gesichert wird. Das Oberteil der Cartridge ist mit einer Metallfolie abgeklebt. Darunter werden zwei Vertiefungen sichtbar, eine davon ist Teil des Entlüftungssystems. Nach oben hin wird das Ganze durch die Metallfolie abgedichtet. Fährt man mit dem Finger über die Folie, fühlt man zwei runde Strukturen. Eine davon befindet sich am Rand der Cartridge, dort wo die zwei Metallkontakte sichtbar sind, dies ist die Öffnung, in die bei der Herstellung wahrscheinlich die Tinte eingefüllt wird. Unter der Folie ist diese runde Öffnung lediglich durch eine weitere Folie abgedichtet. An dieser Stelle wird mit Hilfe der Spritze refillt. Die andere runde Struktur ist die Öffnung des Entlüftungssystems der Cartridge.

 
Mit Hilfe der beiden Metallkontakte an der Cartridge wird vom Drucker der Füllstand geprüft. Dies geschieht durch Wiederstandsmessung der beiden Kontakte. Der eine Kontakt führt im Inneren der Cartridge auf eine ca. 3 cm lange Elektrode, der andere Kontakt führt zu einer Elektrode, die sich in der Auslauföffnung befindet. Je mehr Tinte verdruckt wird, desto trockener wird der Schwamm und desto höher wird der Wiederstand, der zwischen den Elektroden gemessen werden kann.,


Achtung: Die Nachfüllöffnung, in die man hineinsticht, befindet sich direkt über dem Auslaufloch der Cartridge. Die Kanüle darf nicht zu tief in die Patrone gestochen werden, sonst kann der Metallfilter beschädigt werden! Also bitte die Kanüle nur ca. 1 cm weit einführen. Nach dem Refillen wird das entstandene Loch einfach mit einem Klebestreifen wieder abgedichtet.

· Epson S020036, S020034, S020089, S020093, S020108 und S020138

Für jede Farbe enthält dieser Patronentyp eine schwammbefüllte Kammer. Die Auslassöffnungen müssen vor dem Nachfüllen mit Klebeband verschlossen werden. Dann werden Löcher in die Cartridge gebohrt und das Nachfüllen kann beginnen. Dazu empfiehlt es sich bei diesem Patronentyp, die Einfüllnadel tief in die Cartridge einzuführen und während man langsam die Tinte einspritzt, die Nadel sukzessive wieder raus zu ziehen. Ein Verschließen der gebohrten Löcher ist nicht notwendig, wenn man die refillte Patrone direkt wieder einsetzt! Wichtig: Achten Sie auf die Farbverteilungen Ihrer Patrone, diese können vom Diagramm abweichen!


· Grundsätzlich unterscheidet man bei den weissen Epson-Patronen zwei verschiedene Typen, die Einkammer- und die Zweikammersysteme. Im nachfolgenden finden Sie eine (unvollständige) Einteilung nach Patronennummern: 

Einkammersystem Zweikammersystem
S020025 / S020039 S020047
S020034 S020049
S020093 S020097
S020108 
S020036 
S020089 
S020138 
S020110 
S020191 



· Einkammersysteme:

Das Gehäuse dieses Patronentyps besteht aus weißem Kunststoff. Für jede Farbe enthält dieser Patronentyp eine schwammbefüllte Kammer. Die Auslassöffnungen müssen vor dem Nachfüllen mit Klebeband verschlossen werden. Dann werden Löcher in die Cartridge gebohrt und das Nachfüllen kann beginnen. Dazu empfiehlt es sich bei diesem Patronentyp, die Einfüllnadel tief in die Cartridge einzuführen und während man langsam die Tinte einspritzt, die Nadel sukzessive wieder raus zu ziehen. Ein Verschließen der gebohrten Löcher ist nicht notwendig, wenn man die refillte Patrone direkt wieder einsetzt! 

· Zweikammersysteme

Dieser Cartridgetyp besteht aus zwei Kammern. Eine davon enthält den Tintenvorrat, die andere einen Schwamm, der die Tinte zurückhält. Die beiden Kammer sind über ein kleines Loch verbunden. Beim Nachfüllen hat es sich bewährt, nur die Vorratskammer mit Tinte zu befüllen und dabei die Cartridge so zu halten, dass der Verbindungspunkt beider Kammern sich an höchster Stelle befindet. Die Öffnungen auf der Oberseite der Cartridge müssen mit Klebeband abgedichtet werden. Nun wird ein kleines Loch in die Cartridge gebohrt und der Nachfüllvorgang kann beginnen. Anschließend wird auch dieses Loch mit Klebeband sorgfältig abgedichtet.